Reitkunst für Freizeitreiter

 

Veranstaltungsort: Reitverein Legelshurst, Am Reitplatz 2, 77736 Legelshurst - neue Halle 

 

Seminare 2016

02. - 03. Juli 2016       - Hilfengebung

03. - 04. September     - Pferdeausbildung

Anmeldung bei Susanne

 

 

Auch 2016 bietet Reitkunst Südwest wieder drei Seminare für Reiter mit und ohne Pferd an.

Als Trainerin haben wir dieses Mal Martina Jennewein (www.reitenfühlenlernen.de) eingeladen.


Martina hat als Schülerin von Bent Branderup schon viele Jahre Erfahrung mit dem Lernen und Lehren der akademischen Reitkunst gesammelt. Basierend auf diesen vielseitigen Grundlagen hat sie uns ein Seminarprogramm zusammengestellt, welches dem Einsteiger einen guten Überblick, dem Lernenden neue Zusammenhänge und dem Erfahrenen weitere Details vermittelt. Ich freue mich darauf, mit euch zusammen weitere Aspekte der akademischen Reitkunst kennen zu lernen.

 

Jeder Kurs stellt eine für sich geschlossene Lerneinheit dar. Die einzelnen Folgen beleuchten die Ausbildung von Pferd und Reiter allerdings von verschiedenen Blickwinkeln, so dass sie zusammen noch einmal neue Ideen vermitteln.

 

 

Kursinhalte 2016:

 

 

Seminar: Hilfengebung (02. -03. Juli 2016)

Kontakt, Verbindung, Freiheit – Führen und Folgen zwischen den Hilfen

oder "Warum Führung ein klares Angebot ist, das man macht, Folgen eine freie Wahl ist, die man trifft und Freiheit das Bindeglied, das zwei Wesen eint." (Martina Jennewein)

Anfangs scheint alles ganz einfach: „Wenn ich nur weiß, wo ich ziehen oder drücken muss, dann macht mein Pferd, was es soll.“ Während seiner reiterlichen Entwicklung erfährt der Mensch dann aber, dass diese Vorgehensweise nicht alles ist.

Je mehr die Ausbildung von Reiter und Pferd fortschreitet, umso feiner wird diese Hilfengebung – zumindest im Idealfall. Obwohl jeder Reiter davon träumt, mit seinem Pferd durch unsichtbare Fäden verbunden zu sein oder nur noch denken zu müssen, um das Pferd in die eine oder andere Lektion zu führen, sieht die Realität meistens anders aus. Irgendwo auf diesem Weg hat man sie verloren, die Leichtigkeit…

 

 

 

Martina Jennewein wird uns in diesem Seminar die Fragen beantworten

-          Wie die konkrete Hilfengebung aussieht

-          Wann eine Hilfe auch tatsächlich hilft

-          Weshalb es hilfreich ist, die Rahmenbedingungen zu kennen

-          Warum eine Hilfe immer Hilfe zur Selbsthilfe ist       und

-          Wie wir lernen können, keine Hilfen mehr zu geben

Mit den Antworten auf diese Fragen kommen wir dem Wunsch nach Leichtigkeit wieder ein Stückchen näher. Jetzt dürfen wir gespannt sein – leicht sind wir hinterher

 

 

Seminar: Pferdeausbildung

Die Skala der Ausbildung – von Spannung, Spaß und Spiel des Lernens

denn: "Fernab von Philosophien, Definitionen und Lernvorgaben, wird eine Entwicklungsrichtung immer durch zwei Punkte bestimmt: wo stehe ich gerade und wo möchte ich hin?
Hier lernen wir diese Punkte mittels GPS (Geduld, Passion und Spaß) anzupeilen." (Martina Jennewein)

Wie schön wäre es, wenn ich nur denken müsste und mein Pferd weiß und versteht...

Nein, das wird nicht die Wiederholung der letzten Kursbeschreibung. Es soll nur deutlich machen, dass es außer den Hilfen noch weitere Komponenten gibt, die nötig sind, um uns und unseren Partner „Pferd“ zu schulen.

Nachdem wir im letzten Seminar die Hilfengebung, also die gemeinsame Sprache zwischen Mensch und Pferd, beleuchtet haben, geht es jetzt um das Lernen an sich.

-          Warum und weshalb sollte sich unser Pferd jeden Tag auf Neue von uns   irgendetwas erklären lassen?

-          Wo stehen wir und wo möchte ich hin?

-          Wie finde ich den ersten Schritt?

-          Lernfortschritte – Step by Step

-          Was ist positive und was negative Motivation

 

Nur wenn es einen Plan gibt, können sich Mensch und Pferd Schritt für Schritt auf ihr Ziel zu bewegen.
Damit wir uns in dieser anspruchsvollen Aufgabe nicht in Details verlieren, uns in Erwartungen verstricken oder wichtige Punkte übersehen, gibt uns Martina Jennewein verschiedene Ideen an die Hand, wie wir unsere tägliche Arbeit strukturieren können. Damit öffnet sich der Weg zu spielerisch leichtem Lernen mit motivierten Pferden.

 

  

"Was bringt mir der Besuch eines Reitkunst-Südwest-Seminares?"


Mehrmals im Jahr treffen wir, die Reiter von Reitkunst-Südwest, uns mit einem fortgeschrittenen Reiter der akademischen Reitkunst, um uns gezielt einem Thema zu zuwenden. Dabei wird darauf geachtet, das die Themen innerhalb eines Jahres aufeinander aufbauen. Die Inhalte der einzelnen Jahre wachsen dann zu einem großen Thema, nämlich dem der Akademischen Reitkunst zusammen.

Warum der Aufwand?

Die Inhalte der akademischen Reitkunst sind sehr vielschichtig. Um einzelne Lektionen erklären zu können, muss der Ausbilder sehr weit ausholen. Schließlich geht es nicht um das bloße Nachreiten einer Lektion, sondern um das Verstehen des weshalb, wie, womit und wofür. So ist z.B. der Unterricht zu Hause dann am effektivsten, wenn der Reiter schon auf ein breit gefächertes Basiswissen zurückgreifen kann.

Hierbei sind besonders die sehr hochwertigen, wohlstrukturierten Theorieeinheiten mit breit gefächertem Basiswissen ein besonderer Bestandteil. In den eineinhalb Tagen dauernden Seminaren können Zusammenhänge hergestellt und Erkenntnisse herbeigeführt werden, wie es im normalen Unterricht nicht möglich ist. Die Zeit einer einzelnen Unterrichtsstunde sollte den praktischen Übungen vorbehalten sein. Sie reicht für die  tiefgreifenden Erläuterungen zu dem umfassenden theoretischen Hintergrund einfach nicht aus.

Die Praxiseinheiten eines Seminares ermöglichen dem Zuschauer, das Gelernte zu vertiefen, während der Reiter es gleich unter qualifizierter Anleitung mit dem Pferd üben kann. Die halbe Stunde soll dabei Pferd und Reiter nicht müde machen, sondern die theoretischen Erkenntnisse mit praktischem Erleben füllen, bzw. erfühlbar machen. Auch diese Kombination ist in einer normalen Unterrichtseinheit so nicht möglich.

Die Mitschrift des auf diese Weise zusammengetragenen Wissens stellt für jeden Reiter ein Fundus dar, auf den er, wie in einem Sachbuch, bei der Arbeit mit dem eigenen Pferd immer wieder zurückgreifen kann. Hier wird immer das neueste Wissen auf dem aktuellsten Stand vermittelt, da es sich die Akademische Reitkunst zum Ziel setzt, nicht nur altes Wissen zu erhalten, sondern es auch immer mit dem neuesten Stand der Forschung abzugleichen.

Dies ermöglicht ein Arbeiten ganz im Sinne von Bent Branderup und der akademischen Reitkunst: “Jeder werde der Ausbilder seines Pferdes.“

 

 

Ausblick: Vortrag "Einstieg in die akademische Reitkunst" mit Anja Hebel
                           Oktober 2016 

 

 

reitkunst-suedwest@gmx.de